Digitale Transformation
Die derzeitige, digitale Veränderung in der Gesellschaft ist enorm. Sie umfasst alle Bereiche des täglichen Lebens der Bürgerinnen und Bürger. Viele, auch ältere Menschen sind durch die neuen Technologien und den rasanten Fortschritt abgehängt, sind verunsichert und fühlen sich im digitalen Abseits. Megatrends wie die Digitalisierung von Prozessen, die Zukunft der Arbeit, die demographische Entwicklung, der Kultur- und Wertewandel sowie die Globalisierung bestimmen eine Umgestaltung von Strukturen und Systemen.
Die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung bedeutet daher auch, die aktive Gestaltung eines Kulturwandels von „starren“ Abteilungen und des Silodenkens hin zu einer agilen, lernenden sowie vernetzten, digitalen Organisation. Alle Beteiligten im Veränderungsprozess sind dabei zu fördern und zu fordern. Ziel der Transformation in der Verwaltung soll es daher sein, dass sich alle Verwaltungsmitarbeiter*innen und Bürger*innen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildung, selbst bestimmt und kompetent in einer digitalisierten Welt – gleichwertig und auf Augenhöhe – mit den ihnen gebotenen Dienstleistungen umgeben und diese auch für sich nutzen können.
Frei zugängliche Lern-, Ideen- und Experimentierräume schaffen Chancen, um das kreative Potential der Nutzer*innen für zukünftige Anwendungen abzuholen. Vorhandene Widerstände gegenüber neuen Technologien und deren Nutzung können über die Beteiligung im Prozess und über das lebenslange Lernen abgebaut werden. Über allem steht dabei der Mensch im Vordergrund seiner Lebenslagen und seine Offenheit für Neues, seiner Kompetenzanforderungen gegenüber digitalen, sicheren Strukturen sowie seiner Vernetzung innerhalb von neuen Systemen. Digitale Motivatoren und Change Manager*innen nutzten ihre Stärken als Moderatoren des Prozesses und vermitteln neue Technologien für das Kollegium und die Öffentlichkeit.
Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, Fachbereichen und den IT-Experten werden nutzergerechte, digitale Prozesse zu meist über ein hybrides Projektmanagement in der Verwaltung eingeführt. Grundsätzlich sollte dabei unter der Berücksichtigung von Mensch, Technik und Organisation gedacht werden. Der digitale Change findet in der öffentlichen Verwaltung von Wissen, Bewegung und Stabilität inner- und außerhalb der Organisation statt. Ein spannender Prozess, um eine moderne, digitale sowie vielfältige Organisation für die Zukunft zu gestalten.
Zum Hintergrund
Unter eGovernment versteht man die Vereinfachung, Durchführung und Unterstützung von Prozessen zur Information, Kommunikation und Transaktion innerhalb und zwischen staatlichen, kommunalen und sonstigen behördlichen Institutionen sowie zwischen diesen Institutionen und Bürgern bzw. Unternehmen und Organisationen durch den Einsatz von digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien. Rechtliche Grundlage ist in Deutschland für Bundesbehörden das Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung (EGovG).
Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs (OZG)
In Zukunft soll die Interaktion zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen mit der Verwaltung deutlich schneller, effizienter und nutzerfreundlicher werden. Hierfür ist im August 2017 das Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs (OZG) in Kraft getreten, welches Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, ihre Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten.
Mitdenken – Mitmachen
Halbzeit
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