Ein Bild – Tausend Worte
„Ich gebe dem Moment Dauer“ … Manuel Alvarez Bravo
Manuel Álvarez Bravo (* 4. Februar 1902 in Mexiko; † 19. Oktober 2002 ebda.) war ein mexikanischer Fotograf. Manuel Álvarez Bravo gilt als Pionier der künstlerischen Fotografie in Mexiko und wird als der Hauptrepräsentant der lateinamerikanischen Fotografie des 20. Jahrhunderts betrachtet. Quelle: Wikipedia
Wieder auf der Suche nach einem interessanten Thema für meinen Blog bin ich bei der emotionalen Bildsprache „hängen geblieben“ … Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1.000 Worte. Wieso ist das so, was bewegt uns wenn wir Bilder oder Videos sehen auf denen Vertrauen, Freundschaft, Trauer, Freude und Glück gezeigt wird? Die Bildsprache wird immer wichtiger, gerade in der Überbringung von Inhalten oder Werbe-Botschaften. Tagtäglich werden wir mit Informationen aus der „medialen“ Welt überschwemmt und in wenigen Augenblicken entscheiden wir, ob es uns interessiert oder nicht. Ob wir „hängen bleiben“ oder ob wir über die Botschaft hinwegsehen.
Printerest, z.B. ist ein soziales Netzwerk in dem die Nutzer ihre Bilder anderen zur Verfügung stellen, die diese wiederum mit einem „Herz“ bewerten und weiter teilen können. Printerest will anderes sein als Facebook und Co. Die Plattform wirkt aufgeräumter und es geht hier nur um eins, die Bildsprache! Verknüpft mit kurzen Bildtiteln kann ganz gezielt nach Bildern oder Videos Ausschau gehalten werden. „Teile die Dinge die Du liebst“ so die Macher von Printerest. Und „teilen“ macht ja bekanntlich glücklich. Ich selbst nutze die Plattform mehr und mehr, da Sie mir einen Einblick durch die „Pinnwände“ anderer in neue Erlebniswelten gibt. Printerest liefert Inspiration für Neues. Die Vernetzung mit anderen Nutzern erfolgt nach Stichworten, Interessen und darüber hinaus weltweit, ohne Schranken. Meine schönsten „Momente“ und „Erinnerungen“ lege ich auf meiner Pinnwand ab, jederzeit abrufbar. Eine „klasse Plattform“ für diejenigen, die sich beruflich sowie privat über ihre „eigenen Bilder“ vernetzen wollen.
Besonders gut gefällt mir das Tutu Projekt. Ein auf visuelle Bildreize angelegtes Projekt mit einem besonderen Hintergrund. Die Geschichte erzählt von Bob Carey und seiner Frau Linda und dem Glück vom Teilen:
„Das Tutu Project begann in 2003 als ein Jux. Mal ganz im ernst, Selbstportraits von mir in einem pinken Tutu, das ist doch eine verrückte Idee. Aber vor etwa zehn Jahren zogen meine Frau Linda und ich an die amerikanische Ostküste und so komisch sich das auch anhören mag, meine Selbstportraits war der perfekte Weg mich auszudrücken. Warum? Obwohl der Umzug spannend, aufregend und inspirierend war, war es das Gegenteil von dem was ich bisher kannte. Also nahm ich das mir Bekannte und vermischte es mit dem Neuen, das Tutu immer griffbereit. Sechs Monate nach unserem Umzug wurde bei Linda Brustkrebs festgestellt. Sie bezwang ihn, aber er kehrte in 2006 zurück. In diesen vergangenen 9 Jahren durfte ich Linda’s Stärke, ihre Schönheit und ihre Lebensfreude bewundern. Eigenartiger Weise hat ihre Krankheit uns beide gelehrt, dass das Leben gut ist. Der Umgang mit dieser Lebenssituation ist nicht immer einfach und manchmal ist das Allerbeste, nein, das einzige um den Tag überstehen über uns zu lachen und dies mit anderen zu teilen“. Quelle: www.thetutuproject.com/uber-uns/
Zurück zur Theorie
Die psychische Überlegenheit einer Ansprache von Zielgruppen über Bilder resultiert bei der Informationsverarbeitung insbesondere aus „Aktivierungs-, gedanklichen Verarbeitungs-, Erlebnis- und Gedächtniswirkungen der Bildkommunikation“. Ein weiterer Vorzug von Bildern gegenüber Textpassagen besteht in der weitgehend automatischen und geringeren Anstrengungsleistung bei deren Aufnahme im menschlichen Gehirn. Das verbale System arbeitet wesentlich langsamer und unflexibler als das imaginale System „Um ein Bild von mittlerer Komplexität so aufzunehmen, dass es später wieder erkannt werden kann, sind 1,5 bis 2,5 Sekunden erforderlich. In derselben Zeit können ca. zehn Wörter aufgenommen werden“. Vgl. Kroeber-Riel/Esch (Technik der Werbung 2004)
Was sagt uns die Theorie?
Lass(t) mehr „Bilder“ sprechen, wenn eine „emotionale“ Botschaft übermittelt werden soll!
Social Media Pop-Musik
Mitdenken – Mitmachen
Das könnte dich auch interessieren
Halbzeit
März 28, 2023
Digitale Strategie
Februar 28, 2025